Bei der Obstbaumsorte, die im Rahmen des Projektes „Essbare LenneSchiene“ gepflanzt wurde, handelt es sich um den „Verwechsler Roter Fresquin“. Sie trägt diesen Arbeitsnamen bis die Identität eindeutig nachgewiesen werden kann. Der echte „Rote Fresquin“ stellt kaum Ansprüche an Boden und Klima und ist auch sehr robust gegen Krankheiten und Schädlinge. Der Ertrag ist hoch und regelmäßig. Diese Sorte wurde früher häufig als Stammbildner für andere Edelsorten verwendet.
Das LEADER-Obstprojekt „Südwestfalens blühende Vielfalt erhalten“ des Naturschutzzentrums Märkischer Kreis e.V. führte dazu, dass zahlreiche alte, seltene Sorten in der Region eindeutig identifiziert werden konnten. Anfang November 2020 wurde im Rahmen des Projektes durch den NABU ein Aufruf zu alten Obstsorten in der örtlichen Presse im Kreis Olpe gestartet. Woraufhin sich Heinrich Fischer (†) meldete, der zwei Gärten in Kirchhundem-Albaum besaß, in denen er verschiedene, überwiegend selbst veredelte Obstsorten anbaute, die aus der Region stammen. Durch seine Veredelungstätigkeit hatte Heinrich Fischer im Laufe der Jahre in seinen Gärten eine große Sortenvielfalt zusammengetragen und damit auch zu deren Erhalt beigetragen.
Heinrich Fischer berichtete auch vom „Eimerapfel“, einem reichtragenden Wirtschaftsapfel, der früher in der Region fast in jedem Apfelhof zu finden war und nun verschollen zu sein scheint.
Die lokalen Sorten sind ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Identität und der Umwelt. Sie spielen bei der Zucht neuer Sorten eine entscheidende Rolle aufgrund ihrer genetischen Vielfalt, der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten, der Anpassungsfähigkeit an das Klima sowie der Steigerung des Ertrags.
Der „Verwechsler Roter Fresquin“ (Arbeitsname) wurde im Rahmen des Projektes „Essbare LenneSchiene“ in Schmallenberg, Lennestadt-Meggen und Finnentrop gepflanzt.
Wenn Sie eine der hier vorgestellten Sorten beziehen möchten, wenden Sie sich bitte an:
Stadt Iserlohn, Abteilung Umwelt- und Klimaschutz
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Tel.: 02371-217 2415